Ökodesign-Richtlinie: Was gilt neu für 2018?

Ökodesign-Richtlinie: Was gilt neu für 2018?

Die Europäische Union setzt Schritt für Schritt die ErP-Richtlinie in Kraft. Die Abkürzung steht für „Energy-related Products“, für energieverbrauchsrelevante Produkte. Auf 2018 hat die EU die Bestimmungen für die Heiz- und Klimatechnik verschärft.

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Die ErP-Richtlinie ist auch als Ökodesign-Richtlinie bekannt: Sie soll helfen, die Klimaziele der EU zu erreichen. Die ErP-Richtlinie schreibt deshalb die Mindesteffizienz von Heiz- und Lüftungssystemen vor.

Ein Label muss jetzt drauf sein

Seit dem 26. September 2015 müssen nun Heizkessel für Öl und Gas, Wärmepumpen, Kraft-Wärme-Kopplungen und Warmwasserbereiter bis zu 70 Kilowatt Heizleistung europaweit ihre Energieeffizienz mit einem Label nachweisen. Die Bewertungsskala für die einzelnen Produkte reicht von der Energieeffizienz-Klasse G bis A++, wobei intelligente Gesamtsysteme immer besser abschneiden als Einzelkomponenten und sogar ein A+++ erreichen können. Seit 1. Jänner 2016 gilt das ErP-Label auch für Komfortlüftungen, wobei die Klassifizierung hier von G bis A+ reicht.

Nicht die Kosten setzen hier den Maßstab, sondern die CO2-Emissionen

Die Energielabel sollen energieverbrauchsrelevante Produkte wie zum Beispiel Heizsysteme und Komfortlüftungen vergleichbar machen, wie das bereits bei der Waschmaschine, dem Wäschetrockner oder dem Kühlschrank bekannt ist. Doch bei der Heizung gilt es zu beachten, dass die ErP-Label zwar einen Vergleich der Systeme, also Luft-Wärmepumpe mit Luft-Wärmepumpe, ermöglichen, die Systeme aber nicht untereinander vergleichbar sind. Erreicht beispielsweise ein Gas-Brennwertkessel die Effizienzklasse A+ und eine Luft-Wärmepumpe A++, so bedeutet das nicht automatisch, dass die Wärmepumpe effizienter arbeitet als der Gas-Brennwertkessel. Auch im Hinblick auf Kosten gibt das ErP-Label keine Auskünfte. Bei aller Vergleichbarkeit erspart das „Pickerl für die Heizung‟ nicht die Beratung durch den Fachmann.

Nur Brennwerttechnik kann einen alten Kessel ersetzen

Für Heizkessel weisen die Bestimmungen neu einen wichtigen Zusatz auf: Seit dem 1. Jänner 2018 darf ein bestehender Öl- oder Gaskessel nur noch durch einen Kessel mit klimaschonender Brennwerttechnik ersetzt werden. Auf den 26. September 2018 führt die EU zudem Grenzwerte für den NOx-Ausstoß ein. Die Emissionen der betreffenden Hoval-Produkte liegen bereits heute unter diesen maximal zulässigen Werten.

Auch Klimatechnik-Geräte müssen ErP-konform sein

Seit 1. Jänner 2016 gilt die Ökodesign-Richtlinie auch für Klimageräte, wobei die Klassifizierung mit dem CE-Zeichen bestätigt wird. Auf den 1. Jänner 2018 sind diese Vorschriften verschärft worden. Hoval hat deshalb frühzeitig die Effizienz des davon betroffenen Dachlüftungsgeräts RoofVent weiter gesteigert. Der Wirkungsgrad des RoofVent ist somit abermals nach oben geklettert. Die jüngsten RoofVent-Geräte verursachen geringere laufende Kosten, da sie bei noch höherer Effizienz deutlich weniger Heizenergie und Strom verbrauchen. Auch die Umluft- und Zuluftgeräte TopVent und die gasbefeuerten TopVent gas fallen seit 1. Jänner 2018 unter die Ökodesign-Richtlinie. Das CE-Zeichen bestätigt neu auch für diese Produkte, dass sie die Anforderungen der ErP-Richtlinie erfüllen.

Hoval ist Partner von „klimaaktiv pakt2020“

Im Sommer 2012 ist Hoval dem „klimaaktiv pakt2020“, der Initiative des Umweltministeriums zur Erreichung der heimischen Klimaziele, beigetreten. Damit verpflichtet sich Hoval freiwillig zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen um 16%, zur Steigerung der Energieeffizienz um 20%, zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien auf 34% des gesamten Energieverbrauchs und zur Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien im Transport- und Mobilitätsbereich auf 10%. So lebt Hoval seinen Leitsatz „Verantwortung für Energie und Umwelt“.