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Sonnenwärme in die Fernwärme eingebunden

Sonnenwärme in die Fernwärme eingebunden

Biowärme Mallnitz GmbH in Mallnitz, Kärnten

Das österreichische Dorf Mallnitz spielt nicht nur im Autoverkehr von Norden nach Süden eine wichtige Rolle. Die Biowärme Mallnitz GmbH hat eine thermische Solar-Großanlage in Betrieb genommen und speist die Sonnenenergie ins Fernwärmenetz ein.

  • Fernwärmenetz
  • Neubau
  • Solar

In zwölf Minuten mit dem Auto vom Salzburgerland nach Kärnten: Der Tauerntunnel macht es möglich. Viele Reisende fahren deshalb ihren Wagen in Böckstein im Gasteinertal auf den Autozug der Österreichischen Bundesbahnen, und dieser bringt sie acht Kilometer in den Süden, nach Mallnitz im Mölltal. Der Tunnel, Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet, gilt als Beispiel damaliger Ingenieurskunst.

420 m² Sonnenkollektoren

Mallnitz, ein Dorf mit heute rund 800 Einwohnerinnen und Einwohnern, eingebettet zwischen Wäldern, Hügeln und Bergen, wartet jetzt mit einem weiteren Technologie-Beispiel auf: Die Biowärme Mallnitz GmbH betreibt bereits ein Fernwärmenetz und nutzt dafür die Holzabfälle aus der Waldbewirtschaftung.

Auf dem Trapezblechdach der Halle, in der die Hackschnitzel gelagert werden und die gleich neben der Heizzentrale steht, sind im Sommer 2013 Sonnenkollektoren installiert worden. An sich noch nichts Aussergewöhnliches – wären es nicht insgesamt 42 Hoval-Grossflächenkollektoren. Mit ihrer Fläche von je 10 m² bringen sie es somit auf 420 m².

Erzeugungskosten senken

Mit der Solarenergie unterstützt die Biowärme Mallnitz GmbH den Sommerbetrieb des Fernwärmenetzes – um möglichst viel Hackgut für den Winter aufzusparen.

Zudem wollen wir die Kosten für die Energieerzeugung des Heizwerks senken

erklärt Anton Glantschnig als Vertreter der Betreiberin. „Wir haben deshalb zusätzlich auch ein Holzgas-Blockheizkraftwerk installiert“. Über die Leitung vom Dach und eine Erdleitung wird die Energie direkt in den 80 m³ fassenden Pufferspeicher geführt, in dem das Wasser seiner Temperatur entsprechend geschichtet ist. Vier Zonenventile sorgen dafür, dass die Wärmeenergie automatisch der richtigen Temperaturschicht zugeführt wird. Die Netztemperatur beträgt 80°C, die Vorlauf- und die Rücklauftemperatur bewegen sich je um die 50°C.

Pionier- und Forschungsprojekt

Rund 45% der Kosten für den Bau der thermischen Solar-Grossanlage übernimmt der Klima- und Energiefonds: Damit fördert die österreichische Bundesregierung die Erforschung und Entwicklung nachhaltiger Energietechnologien. Das Projekt wird vom ausseruniversitären Forschungsinstitut AEE Intec begleitet, das sich seit 1988 mit nachhaltigen Technologien befasst.

Auch für Hoval hat das Projekt Pioniercharakter: einerseits auf Grund der Kombination der Fernwärme mit Sonnenkollektoren und andererseits auf Grund der Grössenordnung und der Lieferung aus einer Hand: Hoval hat auch die Fernwärme-Übergabestationen geliefert sowie die Heizhausregelung und die Heizungsvisualisierung – mehr dazu in der Box „Zusammenspiel weiter optimieren“. Mit Gesamtlösungen– auch für grosse, komplexe Anlagen – löst Hoval sein Versprechen ein und hilft Verantwortung zu übernehmen für Energie und Umwelt.

Zusammenspiel weiter optimieren

Der Biomasse-Kessel, das Holzgas-Blockheizkraftwerk, die thermische Solaranlage und der Öl-Reservekessel: Anton Glantschnig von der Biowärme Mallnitz GmbH ist überzeugt:

Zudem wollen wir die Kosten für die Energieerzeugung des Heizwerks senken

Um das zu vermeiden und um das Zusammenspiel der Komponenten stets weiter zu verbessern, dafür hat er die Leittechnik Hoval TopTronic supervisor. Die Software visualisiert die gesamte Anlage und die Daten, die sie von der Fernwärmeregelung Hoval TopTronic com erhält. Beste Voraussetzungen, um die Anlage immer wieder auf höchste Energieeffizienz auszurichten.