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Hirschfeld Wien:
Hoval als Systempartner für innovative Energielösung im urbanen Wohnbau

"Hirschfeld" in Floridsdorf, Wien

„Hirschfeld“ ist eine nachhaltige Wohnhausanlage in Wien. Die Hoval-Gesamtlösung umfasst eine Hybridanlage mit Tiefensonden und Grundwassernutzung, die komplette Regelungstechnik sowie einen optimierten Betrieb über HovalSupervisor cloud.

  • Mehrfamilienhaus
  • Neubau
  • Wärmepumpe
2 Bauplätze, 8 Häuser, über 300 Wohnungen: Mit dem Wohnprojekt Hirschfeld realisierte die ARE Austrian Real Estate ein innovatives Projekt. Der Anspruch an die groß angelegte Wohnanlage war von Beginn an klar: In Wien Floridsdorf soll ein Quartier mit nahezu vollständig erneuerbarer Energieversorgung und ohne fossile Energieträger entstehen. Im Jahr 2025 wurde die Wohnanlage fertiggestellt und bezogen. Eine Geothermie- und Brunnenanlage sorgt nun für Heizung, Kühlung und Warmwasser. „Niemand kann heute sagen, wie sich der Grundwasserspiegel in 15 oder 20 Jahren entwickelt. Genau deshalb war uns die Kombination aus Erdwärme und Grundwasser wichtig, um eine zukunftssichere Lösung zu realisieren“, so Mario Kühnert, Haustechnikspezialist beim Bauherrn und Projektentwickler ARE.
Diese moderne Wohnhausanlage wird nahezu vollständig mit erneuerbarer Energie versorgt und verzichtet konsequent auf fossile Energieträger.

Hybridanlage mit Tiefensonden und Grundwassernutzung

Hoval realisierte eine Hybridanlage bestehend aus 60 Erdwärmesonden, die rund 150 Meter tief ins Erdreich gebohrt wurden, ergänzt durch eine Grundwassernutzung über eine Brunnenanlage. Zwei Heizungswärmepumpen arbeiten im Verbund und übernehmen sowohl die Wärme- als auch die Kälteversorgung der Gebäude. Eine Fußbodenheizung übernimmt die Temperierung der Wohnräume. Die Warmwasserbereitung erfolgt über eine separate Hochtemperatur-Wärmepumpe und wird zentral mittels Frischwassermodultechnik realisiert. In den Sommermonaten wird zusätzlich die anfallende Abwärme zur effizienten Aufbereitung des Warmwassers genutzt.

Rene Zobl (Hoval) im Gespräch mit Roland Hirschböck (Lohr Gebäudetechnik)

„Eine zentrale Herausforderung stellte die Erschließung der Wärmequellen dar. Genau aus diesem Grund setzten wir eine Hybridlösung um. Die Nutzung von Grundwasser ermöglicht es, das Sondenfeld kleiner auszulegen und dadurch Investitionskosten zu reduzieren. Gleichzeitig waren die behördlichen Vorgaben hinsichtlich Entnahmemengen und Temperaturen zu berücksichtigen“, erklärt Rene Zobl, Projektmanager bei Hoval. Sämtliche relevanten Parameter werden kontinuierlich über das Regelsystem überwacht und gesteuert. Die Umschaltung zwischen Tiefensonden und Grundwassernutzung erfolgt temperatur- und bedarfsgeführt. In den Sommermonaten kommt zusätzlich passive Kühlung (Natural Cooling) zum Einsatz, um das Erdreich gezielt zu regenerieren. „In der Projektierung wurde sehr viel Wert auf Absicherung gelegt. Sollte es beispielsweise Probleme mit den Brunnen geben, ist ausreichend Kapazität über das Sondenfeld vorhanden, um die Anlage weiterhin wirtschaftlich zu betreiben. Für die Bewohner:innen wurde bewusst in Komfort und Sicherheit investiert“, so Roland Hirschböck, Gruppenleiter beim Anlagenerrichter Lohr Gebäudetechnik. 

Gesamtlösung inklusive Kundenprojektmanagement

Hoval lieferte als Systempartner die Gesamtlösung bei diesem Projekt – das umfasst die gesamte Versorgung, Speicherung, Verteilung und Regelung. „Wir haben hier nicht einzelne Komponenten geliefert, sondern eine Gesamtlösung. Im Rahmen unseres Hoval Kundenprojektmanagements wurde das Bauvorhaben Hirschfeld durch den technischen Projektleiter Thomas Braunstein begleitet, der das Projekt nach der Auftragsannahme bis zur Inbetriebnahme betreute“, erklärt Rene Zobl. Die Umsetzung eines Projekts dieser Größenordnung erfordert klare Abläufe und eine enge Abstimmung zwischen allen Projektbeteiligten. „Der große Vorteil war, dass alles aus einer Hand kommt, eine durchgängige Lösung inklusive MSR sowie Fernzugriff. Durch den zentralen Ansprechpartner konnten wir konstruktiv und lösungsorientiert im Team zusammenarbeiten“, schätzte Roland Hirschböck die Zusammenarbeit mit Hoval.

Wir haben hier nicht einzelne Komponenten geliefert, sondern eine Gesamtlösung.

Digitale Transparenz und smarte Steuerung mit HovalSupervisor cloud

Ein zentrales Element des Projekts ist die digitale Betriebsführung der Anlage. Der von Hoval inhouse gefertigte Schaltschrank übernimmt sämtliche Mess-, Regelungs- und Steuerungsaufgaben, führt die Komponenten zusammen und optimiert den Betrieb. So wird etwa auch der gesamte in der PV-Anlage produzierte Strom direkt in die Energiezentrale eingespeist und gezielt genutzt. Darauf aufgesetzt ist HovalSupervisor cloud als übergeordnetes Leitsystem. „HovalSupervisor cloud ist für uns eine äußerst wertvolle Lösung. Wir können Verbrauchsmengen, Stromverbräuche, Laufzeiten einzelner Komponenten und viele weitere Kennzahlen jederzeit einsehen. Die Anlage ist im Prinzip gläsern und vollständig unter Kontrolle“, so Kühnert. HovalSupervisor cloud ist ein cloudbasiertes SCADA-System, das Prozesse sichtbar macht, Optimierungen ermöglicht und einen sicheren Fernzugriff bietet. „Sie basiert auf einem offenen, plattformunabhängigen Industriestandard und nutzt europäische Rechenzentren“, ergänzt Zobl. Für eine hohe Betriebssicherheit der Anlage sorgen das umfangreich konfigurierbare Alarmierungssystem sowie optional auch periodische PDF-Reports per E-Mail. Weiters können bei Bedarf verschiedenste externe Datenquellen (z. B. Fremdwärmeerzeuger) visualisiert werden, was für einen lückenlosen Überblick sorgt.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit von Planung bis zur Inbetriebnahme

Hoval war von Anfang an im Projekt eingebunden. Durch ihre langjährige Erfahrung brachten sie das notwendige Know-how und die Expertise ein. „Früher hat man zuerst das Gebäude geplant und danach eine Heizung eingebaut. Heute ist es genau umgekehrt: Man muss zuerst die Energielösung klären und baut dann das Gebäude darum herum“, so Mario Kühnert und führt fort: „Alle Beteiligten – die ausführenden Firmen, die Planer und das Team von Hoval – haben engagiert und Hand in Hand zusammengearbeitet. Gemeinsam konnten wir ein technisch und wirtschaftlich sehr schlüssiges Konzept umsetzen.“ Gab es Herausforderungen, wurden diese auf kurzem Weg gelöst. Man hat telefoniert, sich abgestimmt und gemeinsam eine Lösung gefunden. Einfach, effizient und partnerschaftlich.

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Veröffentlicht im März 2026