Slow Home Wien:
Wärmepumpen-Gesamtlösung für urbanen Holzwohnbau
Die Kombination aus moderner Wärmepumpentechnologie, zentraler Regelungstechnik, digitalem Monitoring und ganzheitlichem HKL-Projektmanagement sorgt im urbanen Holzwohnbau für Energieeffizienz, Komfort und Transparenz im Betrieb.
- Mehrfamilienhaus
- Neubau
Im Wohnprojekt Slow Home in der Wiener Donaustadt wird bewusstes Leben im urbanen Holzwohnbau erlebbar. Zwei identische, spiegelverkehrte Baukörper mit jeweils 13 Eigentumswohnungen sind über eine gemeinschaftliche Grünfläche miteinander verbunden. Holz prägt dabei nicht nur die Architektur, sondern auch die Wohnräume selbst: Sichtbare Holzdecken und Innenwände aus Massivholz verleihen den Wohnungen ihren charakteristischen Ausdruck.
Ein möglichst geringer Energieeinsatz war für at home Immobilien nicht nur bei Bauweise und Materialwahl ein wichtiges Thema. „Auch bei Haustechnik und Heizsystem sollte die CO2-Reduktion durch einen ressourcenschonenden Betrieb fortgesetzt werden. Eine Wärmepumpen-Lösung lag aufgrund der Energie- und Kosteneffizienz auf der Hand“, betont DI Thorsten Rolek von at home. Die Gesamtlösung von Hoval umfasst neben Heizung und Warmwasserbereitung auch eine sanfte Kühlung im Sommer, die Einbindung der Photovoltaikanlage sowie ein zentrales Steuerungs- und Monitoringsystem.
„Eine Wärmepumpen-Lösung lag aufgrund der Energie- und Kosteneffizienz auf der Hand."
Fußbodenheizung plus sommerliche Kühlung
Auf den Flachdächern der beiden Baukörper kommt jeweils eine Belaria pro (50) von Hoval zum Einsatz. Diese Luft/Wasser-Wärmepumpe mit dem Kältemittel Propan (R290) versorgt alle Wohnungen mit Heizung, Warmwasser und Kühlung. Nach der Heizsaison wird die Anlage in der Technikzentrale auf Kühlbetrieb umgestellt. Über die Fußbodenheizung lassen sich die Wohnräume dadurch im Sommer sanft temperieren.
Dachmontage der Wärmepumpen: Statik und Schallschutz
Im mehrgeschoßigen Wohnbau sind Wärmepumpen auf dem Dach nicht ungewöhnlich. Die Herausforderungen liegen dabei unter anderem in der Positionierung bei begrenzten Platzverhältnissen sowie in einer optimierten schalltechnischen Einbindung und der entsprechenden Unterkonstruktion. Bedenken hinsichtlich Statik und Schall konnten im Projekt rasch ausgeräumt werden: Die Last wurde über Stahlbetonsockel auf die Holzkonstruktion des Flachdachs abgeleitet. „Die örtliche Bauaufsicht hat genau kontrolliert, dass es zu keiner Geräuschentwicklung im Gebäude kommt, wenn die Wärmepumpe läuft. Eine Körperschallübertragung ist jedoch allein schon aufgrund der Konstruktion der Belaria ausgeschlossen“, betont Thomas Braunstein.
Projektmanagement bringt Mehrwert für alle
Im Rahmen von Hoval Sirius, dem ganzheitlichen HKL-Projektmanagement von Hoval, steht allen Projektbeteiligten ein zentraler Ansprechpartner für sämtliche Themen rund um die Heiztechnik zur Seite. Thomas Braunstein unterstützte den Installateur und alle Partnergewerke von der Planung über die Inbetriebnahme hinaus bis in den laufenden Betrieb und gibt ein Beispiel, wie Qualitätssicherung aussehen kann:
Thomas Braunstein
(Hoval Sirius Projektleiter)
„Ein ganz wichtiger Teil der Lösung ist auch der Schaltschrank mit Hauptstromversorgung. Gerade bei der elektrischen Anbindung entstehen in komplexen Projekten viele Schnittstellen. Mit der ControlBox bieten wir klar gekennzeichnete Bauteile, sodass der Elektriker die Verkabelung fehlerfrei ausführen kann. Das reduziert den Arbeits- und Abstimmungsaufwand. Ein echter Mehrwert für alle Beteiligten!“
„Die Zusammenarbeit mit Hoval war über alle Projektphasen hinweg professionell, lösungsorientiert und geprägt von einem echten Miteinander."
Komplexe Anforderungen gemeinsam gelöst
Im Holzbau unterscheiden sich die Anforderungen an die technische Umsetzung teilweise vom Betonbau. Bei Slow Home betraf das unter anderem die Dachmontage der Wärmepumpen, die statische Einbindung in die Holzkonstruktion sowie den Schallschutz. In enger Abstimmung mit allen Beteiligten konnten dafür gemeinsam passende Lösungen gefunden und umgesetzt werden. „Der lokale Installationsbetrieb arbeitete in Planung und Ausführung auf höchstem Niveau“, so Thomas Braunstein. Und auch Thorsten Rolek, Projektmanagement at home Immobilien, lobt das konstruktive Miteinander: „Von den Fachplanern über den Generalunternehmer bis hin zur Bauaufsicht war die Zusammenarbeit mit Hoval über alle Projektphasen hinweg professionell, lösungsorientiert und geprägt von einem echten Miteinander.“
Veröffentlicht im September 2026