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Legionellen vorbeugen: So sorgt die richtige Warmwasserbereitung für mehr Trinkwasserhygiene

Warmwasser muss jederzeit verfügbar, effizient und hygienisch sicher sein – besonders in medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen.

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Beim Duschen, Händewaschen oder in der Küche: Warmwasser gehört für uns ganz selbstverständlich zum Alltag. Damit es hygienisch sicher verfügbar ist, muss im Hintergrund vieles zusammenspielen – von der Erwärmung bis zur Verteilung im Gebäude. Genau hier können Legionellen im Warmwasser zum Risiko werden, vor allem in Gebäuden mit vielen Nutzer:innen oder besonders sensiblen Personen­gruppen. Entscheidend sind passende Systeme, richtige Temperaturen, regelmäßige Nutzung und ein Betrieb, der Legionellen vermeidet.

Was sind Legionellen und wo entstehen sie?

Legionellen sind Bakterien, die in Wasser vorkommen können und sich unter bestimmten Bedingungen in Trinkwasseranlagen vermehren. Gefährlich wird es vor allem dann, wenn belastete Wassertröpfchen bzw. Aerosole eingeatmet werden, etwa beim Duschen. Eine Infektion über das Trinken gilt hingegen als deutlich weniger relevant. Umso wichtiger ist es, die Warmwasserbereitung nicht nur als Komfort- oder Effizienzfrage zu betrachten, sondern als Teil eines verantwortungsvollen Gebäudebetriebs. Legionellen vermehren sich besonders dann, wenn Wasser über längere Zeit steht und sich in einem für ihr Wachstum günstigen Temperaturbereich von etwa 25 bis 55 °C befindet. Auch selten genutzte Leitungsabschnitte, Biofilm in Rohrleitungen oder falsch dimensionierte Speicher können das Risiko erhöhen. Wichtig ist daher, dass Trinkwasser in Bewegung bleibt, Temperaturen zuverlässig eingehalten werden und die Anlage zur tatsächlichen Nutzung des Gebäudes passt.

Von Einfamilienhaus bis Pflegeheim: Wo Trinkwasserhygiene besonders wichtig ist

Auch im Einfamilienhaus spielen eine richtig dimensionierte Warmwasserbereitung, passende Speichergröße und eine regelmäßige Nutzung eine wichtige Rolle. Deutlich komplexer wird die Sicherstellung der Trinkwasserhygiene jedoch in größeren Gebäuden. In Mehrfamilienhäusern, Hotels, Sportstätten, Schulen oder Gewerbeobjekten treffen unterschiedliche Nutzungszeiten, größere Leitungssysteme und ein teilweise hoher Warmwasserbedarf aufeinander. Besonders sensibel ist die Situation in Gesundheits­einrichtungen, Krankenhäusern und Pflegeheimen. Viele Duschen, Waschräume und Therapiebereiche werden unterschiedlich häufig genutzt. Gleichzeitig halten sich hier Menschen auf, für die eine Infektion schwerwiegende Folgen haben kann. Trinkwasser­hygiene ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil von Sicherheit, Komfort und Verantwortung im laufenden Gebäudebetrieb dieser Einrichtungen.

Welche Warmwasserbereitung passt zu welcher Anforderung?

Welche Lösung am besten geeignet ist, hängt vom Gebäude, vom Warmwasserbedarf, von der Nutzung und den hygienischen Anforderungen ab. Grundsätzlich gibt es zwei Prinzipien: Beim Speicherprinzip wird Trinkwarmwasser erwärmt, bevorratet und bei Bedarf entnommen. Beim Durchflussprinzip wird Trinkwasser erst dann erwärmt, wenn es tatsächlich gebraucht wird. Dafür bietet Hoval mehrere unterschiedliche, individuelle Lösungen:

CombiVal

klassische Bevorratung von Trinkwarmwasser 

Ein klassischer Warm­wasser­speicher wie CombiVal erwärmt Trinkwasser und bevorratet es für die spätere Entnahme. Diese Lösung ist bewährt und eignet sich besonders dann, wenn Warmwasser zuverlässig und in ausreichender Menge bereitstehen muss. Wichtig sind dabei die richtige Auslegung, eine passende Speichergröße und eine Temperaturführung, die hygienische Anforderungen berücksichtigt.

TransTherm
aqua L

hohe Leistungen und Spitzenbedarfe über Speicherladesystem.

Bei höherem Warm­wasser­bedarf kann ein Speicher­ladesystem wie TransTherm aqua L sinnvoll sein. Dabei wird Trinkwasser im Speicher-­Ladeprinzip über einen externen Wärme­tauscher erwärmt. Das System eignet sich für Gebäude mit hohen Spitzenlasten und vielen Zapfstellen, etwa Hotels, Wohngebäude, Sportstätten oder Gesundheits­einrichtungen. Es bietet eine hohe Versorgungs­sicherheit und kann große Warm­wasser­mengen bedarfsgerecht bereitstellen. 

TransTherm
aqua F

bedarfsgerechte Erwärmung im Durchflussprinzip mit  möglichst geringer Bevorratung von erwärmtem Trinkwasser

Für hohe Anforderungen an die Trinkwasserhygiene bietet sich ein Frischwassersystem wie TransTherm aqua F an. Dabei wird das Trinkwasser erst dann erwärmt, wenn es tatsächlich benötigt wird. Große Mengen erwärmten Trinkwassers müssen somit nicht bevorratet werden. Das schafft gute Voraussetzungen für einen hygienisch optimierten Betrieb. Entscheidend bleiben jedoch auch hier die fachgerechte Planung, Ausführung und der bestimmungsgemäße Betrieb der gesamten Trinkwasseranlage.  

Expertenblick

3 Fragen an Geza Pal, Leiter Produktmarktmanagement Wassererwärmer bei Hoval Österreich
Warum wird das Thema Legionellen oft unterschätzt?
Weil Warmwasser für die meisten Menschen selbstverständlich ist. Man dreht den Wasserhahn auf und erwartet, dass alles in Ordnung ist. In größeren Gebäuden steckt dahinter aber ein komplexes System. Wenn Wasser zu lange steht oder die notwendigen Temperaturen im System nicht eingehalten werden, kann das hygienisch problematisch werden. Besonders in Einrichtungen mit vulnerablen Personen muss man darauf sehr genau achten.
Worauf kommt es bei der Planung von Wassererwärmer besonders an?
Der Wasserwärmer soll unbedingt auf die Anlage abgestimmt werden. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Wärmeerzeuger, Regelung, Nutzerverhalten und Gebäudekategorie. Gerade bei Gesundheitseinrichtungen oder Pflegeheimen ist eine sorgfältige Auslegung wichtig, da hier besonders vulnerable Personen betroffen sind. Generell gilt es den Aspekt der Hygiene jener der Anlageneffizienz Vorrang zu geben.
Welche Rolle spielt die Wahl des Warmwassersystems bei der Legionellenprävention?
Das hängt immer vom Projekt ab. Für viele Anwendungen sind Frischwassersysteme wie TransTherm aqua F interessant, weil Trinkwasser erst bei Bedarf erwärmt wird und keine großen Mengen warmes Trinkwasser gespeichert werden. Bei hohem Warmwasserbedarf kann auch ein Speicherladesystem wie TransTherm aqua L die passende Lösung sein. Entscheidend ist, dass Planung, Ausführung und Betrieb gemeinsam gedacht werden, um Trinkwasserhygiene sicherzustellen.

Sie haben Fragen?

Sie haben Fragen zu Wassererwärmung oder möchten über ein konkretes Projekt sprechen? Ihr Gebietsleiter steht bei Fragen von Partnern gerne zur Verfügung!  Endkunden bitten wir über unser Kontaktformular Beratung anzufordern.

Veröffentlicht im September 2026