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Schall im Außenbereich. Wie laut darf eine Wärmepumpe sein?

Schall im Außenbereich. Wie laut darf eine Wärmepumpe sein?

Moderne Wärmepumpen sind nicht nur energieeffizient, sondern auch sehr leise. Dennoch kann es zu Spannungen mit den Nachbarn kommen, wenn eine Anlage an einer schalltechnisch ungünstigen Stelle installiert wird.

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Hersteller von Wärmepumpen legen seit Jahren besonderes Augenmerk darauf, immer leisere Wärmepumpen zu entwickeln. Doch wie laut darf eine technische Anlage im Außenbereich überhaupt sein? Diese Frage beschäftigt nicht nur Architekten und Planer großer Bauprojekte, sondern auch den privaten Häuslbauer. 

Was Sie beachten sollten um die vorgeschriebenen Lärm-Grenzwerte einzuhalten, erklärt Herr Dipl.-HTL-Ing. Andreas Doppler, Sachverständiger für Akustik. „Das Dauergeräusch einer technischen Anlage soll so dimensioniert sein, dass es sich von den ortsüblichen Hintergrundgeräuschen der leisen Stunden (des Tages, des Abends, der Nacht) nicht abhebt.“

 
Da für die Installation von Geräten wie Wärmepumpen, Klimaanlagen, Schwimmbadpumpen und dergleichen bei privaten Wohngebäuden meist keine Messung der Umgebungsgeräusche vorliegt, wurden von einigen Bundesländern in Baugesetzen, Verordnungen, Förderrichtlinien etc. Richt- bzw. Grenzwerte festgelegt, was an Geräuschen beim Nachbarn ankommen darf.
 
Für die – zumeist kritischeren – Nachtstunden von 22 bis 6 Uhr liegen die Vorgaben in ländlichen Wohn¬gebieten typischerweise bei höchstens 30 dB(A) an der Grundstücksgrenze des Nachbarn und bei höchstens 25 dB(A) im Schlafraum. 
 
Wurden im jeweiligen Bundesland keine gesetzlichen Grenzwerte festgelegt, kann man sich zumindest an diesen Werten orientieren. Abgesichert ist man allerdings nur mit einer professionellen Schallmessung vor und nach Inbetriebnahme der Anlage.

Wichtig ist, die zu erwartende Schallemission der Anlage bereits in der Planungsphase zu ermitteln und bei der Auswahl des Gerätetyps und des Aufstellungsorts zu berücksichtigen. Zusätzlich empfiehlt es sich, folgende Informationen zur Wärmepumpe beim Hersteller einzuholen: 

  • Beziehen sich Herstellerwerte auf die maximale Schallleistung der Anlage? Oft werden von Herstellern geringere Schallleistungen – für sogenannte Normprüfpunkte der ÖNORM EN 14511 bei Temperaturen über dem Nullpunkt – angeführt.
     
  • Ist eine fix einstellbare Nachtabsenkung mit geringerer Schallleistung möglich?
     
  • Hat die Anlage einen unauffälligen Geräuschcharakter oder ist mit unangenehmen Betriebsgeräuschen wie z.B. Tieftonlastigkeiten (störendes Brummen) oder markanten Tönen (Singen, Surren etc.) zu rechnen?
Generell gilt, dass man mit einer Aufstellung nah an der Grundstücksgrenze bzw. nah am Nachbarhaus Gefahr läuft, die Grenzwerte nicht einzuhalten. Daher sollte man von vornherein alternative Aufstellorte für die Anlageteile im Freien in Betracht ziehen.
 
Beachtet werden muss hierfür nicht nur die Distanz zwischen der Anlage und der Grundstücksgrenze. Auch andere Parameter wie der Einfluss von reflektierenden Gebäudeteilen nahe dem Aufstellort, die Bauform der Anlage (Stichwort: Richtwirkungen) und Eigenheiten des Betriebsgeräuschs (Brummen, Singen, Surren etc.) sind in die Planung mit einzubeziehen. 
 
Als Hilfestellung dafür bietet die Interessensgemeinschaft „Wärmepumpe Austria“ einen praktischen Online-Schallrechner, der die Geräuschentwicklung unterschiedlicher Wärmepumpen unter verschiedenen lokalen Gegebenheiten berechnet.  
 
Auch die Wirtschaftskammer Oberösterreich und auf Anfrage diverse Wärmepumpenhersteller stellen Berechnungsvorlagen zur Verfügung. 
 
Erfahren Sie in unserem Webinar-Video mehr zum Thema Schall im Außenbereich und den dazugehörigen Regularien vom Sachverständigen Dipl.-HTL-Ing. Andreas Doppler.
 

Die Hoval Webinare finden viermal jährlich zu verschiedenen Themen statt. Mehr dazu unter www.hoval.at/webinar