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Seit 2020: Ölheizungen in Neubauten verboten

Seit 2020: Ölheizungen in Neubauten verboten

Seit 2020 sind Ölheizungen in Neubauten verboten. Österreich setzt diese Maßnahme, um seine angestrebten Klimaziele zu erreichen. Die Verwendung und Sanierung bestehender Ölkessel bleiben erlaubt.

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Seit rund 70 Jahren sind Ölheizungen in Österreich im Einsatz. Ausgelöst durch billige Rohstoffpreise entwickelte sich in den 1950er-Jahren ein regelrechter Boom und löste die bis dahin vorherrschende Kohleheizung als Klassiker ab. Gerade Häuser in ländlichen Gebieten profitierten damals von der Autonomie eines Ölkessels, da Gasanschlüsse meist noch nicht vorhanden waren. Mittlerweile haben sich nachhaltigere Heizalternativen etabliert. Seit 2020 dürfen aus diesem Grund österreichweit gesetzlich keine Ölheizungen mehr in Neubauten in Betrieb genommen werden.

Ölheizung: fortlaufender Betrieb und Sanierung weiterhin möglich

Vielen Besitzern von Ölheizungen stellt sich die Frage nach dem Grund für das Verbot. Die Antwort ist einfach: Zum einen sind die Vorräte von Öl als fossiler Brennstoff begrenzt und eine Unabhängigkeit von dieser Ressource ist für Länder wie Österreich erstrebenswert. Zum anderen gibt es nachhaltigere und somit bereits umweltfreundlichere Heizalternativen.

Die Besitzer der rund 600.000 bestehenden Ölheizungen in Österreich brauchen sich dennoch nicht zu sorgen. Der fortlaufende Betrieb einer bereits integrierten Ölheizung ist weiterhin erlaubt. Zudem besteht die Möglichkeit, die Ölheizung zu sanieren. Durch technische Weiterentwicklungen sind moderne Ölkessel bereits um etliches sparsamer und umweltfreundlicher als ihre Vorgänger.

Sanierung alter Ölkesselanlagen zahlt sich aus

Die Ölheizung ist dank moderner Technologien nach wie vor ein verlässliches Heizsystem. Immerhin senken neue und hocheffiziente Ölheizanlagen den Heizölverbrauch um bis zu 40 Prozent. Mit einem Umstieg schont man demnach nicht nur die Umwelt, sondern auch die Geldtasche. 

Bitte bedenken Sie dennoch: Durch das aktuelle Regierungsprogramm wird ein Ausstieg aus der Ölheizungstechnologie immer wahrscheinlicher. Wir dürfen Ihnen Ölheizungen zwar heute noch verkaufen, können sie Ihnen aufgrund der Zukunftssicherheit aber nicht empfehlen. 

Bei der Sanierung gilt der Einsatz einer Hybridheizung als ökonomisch wie ökologisch sinnvolles Heizkonzept. Dieses greift neben der Ölheizung auf einen weiteren Energieträger wie beispielsweise eine Wärmepumpe oder Solaranlage zurück. Je nach Bedarf kann diese zweite Energiequelle bis zu 80 Prozent der notwendigen Wärme bereitstellen. Das ermöglicht eine noch effizientere und sparsamere Nutzung der Ölheizung.

Brennstoff der Zukunft: klimaneutrales Heizöl

Mit dem Einsatz von Hybridheizungen ist man dem nachhaltigen Betrieb einer Ölheizung einen großen Schritt näher gekommen. Aktuelle Forschungen sehen in der nachhaltigen Verwendung von Ölheizungen jedoch noch größeres Potenzial. So arbeitet die Mineralölindustrie derzeit intensiv an der Herstellung von treibhausgasreduzierten und gleichzeitig flüssigen Brennstoffen. Diese sind auch mit bestehenden Ölheizungen kompatibel und es bedarf keiner Umrüstung. Mit dem Einsatz dieser sogenannten „Future Liquids“ eröffnen sich für die Ölheizung langfristige klimaneutrale Perspektiven.