Ab 2020: Ölheizungen in Neubauten verboten

Ab 2020: Ölheizungen in Neubauten verboten

Ab 2020 sind Ölheizungen in Neubauten verboten. Österreich setzt diese Maßnahme, um seine angestrebten Klimaziele zu erreichen. Die Verwendung und Sanierung bestehender Ölkessel bleiben erlaubt.

  • Energie & Umwelt
  • Heizen

Seit rund 70 Jahren sind Ölheizungen in Österreich im Einsatz. Ausgelöst durch billige Rohstoffpreise entwickelte sich in den 1950er-Jahren ein regelrechter Boom und löste die bis dahin vorherrschende Kohleheizung als Klassiker ab. Gerade Häuser in ländlichen Gebieten profitierten damals von der Autonomie eines Ölkessels, da Gasanschlüsse meist noch nicht vorhanden waren. Mittlerweile haben sich nachhaltigere Heizalternativen etabliert. Ab 2020 dürfen aus diesem Grund österreichweit gesetzlich keine Ölheizungen mehr in Neubauten in Betrieb genommen werden. In Niederösterreich und Wien trat die neue Richtlinie bereits Anfang 2019 in Kraft. Oberösterreich folgt im September 2019.

Ölheizung: fortlaufender Betrieb und Sanierung weiterhin möglich

Vielen Besitzern von Ölheizungen stellt sich die Frage nach dem Grund für das Verbot. Die Antwort ist einfach: Zum einen sind die Vorräte von Öl als fossiler Brennstoff begrenzt und eine Unabhängigkeit von dieser Ressource ist für Länder wie Österreich erstrebenswert. Zum anderen gibt es nachhaltigere und somit bereits umweltfreundlichere Heizalternativen.

Die Besitzer der rund 600.000 bestehenden Ölheizungen in Österreich brauchen sich trotz der neuen Gesetzesänderung nicht zu sorgen. Diese betrifft nur Neuinstallationen. Der fortlaufende Betrieb einer bereits integrierten Ölheizung ist weiterhin erlaubt. Zudem besteht die Möglichkeit, die Ölheizung zu sanieren. Durch technische Weiterentwicklungen sind moderne Ölkessel bereits um etliches sparsamer und umweltfreundlicher als ihre Vorgänger.

Sanierung alter Ölkesselanlagen zahlt sich aus

Die Ölheizung ist dank moderner Technologien nach wie vor ein verlässliches Heizsystem. Immerhin senken neue und hocheffiziente Ölheizanlagen den Heizölverbrauch um bis zu 40 Prozent. Mit einem Umstieg schont man demnach nicht nur die Umwelt, sondern auch die Geldtasche. 

Bei der Sanierung gilt der Einsatz einer Hybridheizung als ökonomisch wie ökologisch sinnvolles Heizkonzept. Dieses greift neben der Ölheizung auf einen weiteren Energieträger wie beispielsweise eine Wärmepumpe oder Solaranlage zurück. Je nach Bedarf kann diese zweite Energiequelle bis zu 80 Prozent der notwendigen Wärme bereitstellen. Das ermöglicht eine noch effizientere und sparsamere Nutzung der Ölheizung.

Brennstoff der Zukunft: klimaneutrales Heizöl

Mit dem Einsatz von Hybridheizungen ist man dem nachhaltigen Betrieb einer Ölheizung einen großen Schritt näher gekommen. Aktuelle Forschungen sehen in der nachhaltigen Verwendung von Ölheizungen jedoch noch größeres Potenzial. So arbeitet die Mineralölindustrie derzeit intensiv an der Herstellung von treibhausgasreduzierten und gleichzeitig flüssigen Brennstoffen. Diese sind auch mit bestehenden Ölheizungen kompatibel und es bedarf keiner Umrüstung. Mit dem Einsatz dieser sogenannten „Future Liquids“ eröffnen sich für die Ölheizung langfristige klimaneutrale Perspektiven.

Um die ideale Lösung für die Sanierung Ihrer Ölheizung zu finden, vereinbaren Sie einen Fachberatungstermin mit einem unserer Hoval Partner-Installateure in Ihrer Nähe oder schreiben Sie uns an: energiehotline.at@hoval.com.